Deutsche Post DHL Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012

Siegel: DHL in China

Ertragslage

Auszug aus dem Konzerngeschäftsbericht 2012 der Deutsche Post AG

Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage
 
2011 2012
Umsatz MIO € 52.829 55.512
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) MIO € 2.436 2.665
Umsatzrendite1 % 4,6 4,8
Konzernjahresergebnis2 MIO € 1.163 1.658
Ergebnis je Aktie3 0,96 1,37
Dividende je Aktie 0,70 0,704
  1. 1 EBIT ÷ Umsatz
  2. 2 Nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen
  3. 3 Unverwässert
  4. 4 Vorschlag


Portfolio und Berichtsweise geändert

Im ersten Quartal 2012 ist die Verantwortung für das Stück- und Teilladungsgeschäft in der Tschechischen Republik aus dem Unternehmensbereich EXPRESS auf den Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT übergegangen. Die Vorjahreszahlen der Segmentberichterstattung wurden entsprechend angepasst.

Im zweiten Quartal haben wir unsere Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen Express Couriers Limited, Neuseeland, und Parcel Direct Group Pty Limited, Australien, an das ehemalige Partnerunternehmen New Zealand Post verkauft. Wir konzentrieren uns auf diesen Märkten seither auf das internationale Expressgeschäft mit zeitgenauen Zustellungen.

Im Juli haben wir die intelliAd Media GmbH, einen Spezialisten im Bereich Suchmaschinenwerbung mit Sitz in München, erworben. Sie ist dem Unternehmensbereich BRIEF zugeordnet, wo sie uns bei der Positionierung als zentraler Anbieter technologischer Infrastrukturen für Online-Werbung unterstützt.

Aufgrund geänderter vertraglicher Regelungen wurde das bisher quotenkonsolidierte Gemeinschaftsunternehmen Exel Saudia LLC im vierten Quartal vollkonsolidiert. Die Gesellschaft ist im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN tätig.

Darüber hinaus haben wir unsere Berichtsweise nicht nennenswert geändert.


Konzernumsatz steigt um 5,1 %

Im Geschäftsjahr 2012 ist der Konzernumsatz um 5,1 % auf 55.512 MIO € (Vorjahr: 52.829 MIO €) gestiegen. Der im Ausland erzielte Anteil daran ist von 68,3 % auf 69,7 % gewachsen, wozu positive Währungseffekte in Höhe von 1.738 MIO € beigetragen haben. Änderungen im Portfolio haben den Umsatz dagegen um 216 MIO € verringert. Im vierten Quartal hat sich der Umsatz um 3,2 % auf 14.577 MIO € (Vorjahr: 14.126 MIO €) erhöht. Durch Änderungen im Portfolio ging er um 34 MIO € zurück, während Währungseffekte ihn um 233 MIO € steigen ließen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 5,8 % auf 2.168 MIO € gewachsen, vor allem weil nicht mehr benötigte Rückstellungen und Abgrenzungen aufgelöst wurden.

Konzernumsatz

Transportkosten erhöhen Materialaufwand

Gestiegene Transportvolumina, Frachtkosten und Treibstoffpreise haben den Materialaufwand um 1.319 MIO € auf 31.863 MIO € erhöht.

Der Personalaufwand ist ebenfalls gestiegen, von 16.730 MIO € auf 17.770 MIO € im Berichtsjahr. Vor allem im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN hat das vermehrte Geschäftsvolumen die Zahl der Mitarbeiter steigen lassen. Den Aufwand maßgeblich erhöht haben überdies Währungseffekte.

Investitionen in der Vergangenheit haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Abschreibungen mit 1.339 MIO € um 65 MIO € höher waren als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 148 MIO € auf 4.043 MIO € gestiegen, wofür vornehmlich die Umsatzsteuernachzahlung verantwortlich war.


Entwicklung Umsatz, sonstige betriebliche Erträge und operativer Aufwand
MIO € %
Umsatzerlöse
55.512
5,1
  • Umsatzanstieg besonders in den DHL-Unternehmensbereichen
  • Währungseffekte in Höhe von 1,7 MRD € angefallen
Sonstige betriebliche Erträge 2.168 5,8
  • Anstieg vor allem durch Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und Abgrenzungen
Materialaufwand 31.863 4,3
  • Gestiegene Transportvolumina
  • Erhöhte Frachtkosten und Treibstoffpreise
Personalaufwand 17.770 6,2
  • Einstellung neuer Mitarbeiter, vor allem bei SUPPLY CHAIN
  • Zunahme auch durch Währungseffekte bedingt
Abschreibungen 1.339 5,1
  • Auswirkung der gestiegenen Investitionen in der Vergangenheit
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.043 3,8
  • Anstieg überwiegend durch Umsatzsteuernachzahlung


Konzern-EBIT 9,4 % über Vorjahr

Mit 2.665 MIO € lag das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um 9,4 % über dem Vorjahreswert (2.436 MIO €). Im vierten Quartal betrug es 827 MIO € und lag um 228 MIO € über dem Wert des Vorjahresquartals.

Das Finanzergebnis hat sich von –777 MIO € im Vorjahr auf –427 MIO € verbessert, wozu vor allem der Abgangseffekt aus dem Verkauf der Postbank beigetragen hat.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich von 1.659 MIO € auf 2.238 MIO € erhöht. Die Ertragsteuern sind dadurch von 393 MIO € auf 458 MIO € gestiegen.

Konzern-EBIT

Jahresergebnis und Ergebnis je Aktie verbessert

Das Konzernjahresergebnis hat sich von 1.266 MIO € auf 1.780 MIO € verbessert. Davon stehen 1.658 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 122 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Auch das Ergebnis je Aktie ist gestiegen – unverwässert von 0,96 € auf 1,37 €, verwässert von 0,96 € auf 1,32 €.

Ausschüttungssumme

Dividende von 0,70 € je Aktie vorgeschlagen

Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären auf der Hauptversammlung am 29. Mai 2013 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,70 € je Aktie (Vorjahr: 0,70 €) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das Konzernjahresergebnis, das auf die Aktionäre der Deutsche Post AG entfällt, beträgt 51,0 %. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Nettodividendenrendite von 4,2 %. Die Dividende wird am 30. Mai 2013 ausgezahlt und ist für inländische Investoren steuerfrei.

Geprüft